WER WIR SIND?

zoon politikon ist eine Hochschulgruppe von Studierenden, Doktoranden und Mitarbeitern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die sich in lockerer Runde wöchentlich der philosophischen Diskussion und Kritik des Politischen widmet.

Um mit unseren Überlegungen nicht unter uns zu bleiben, organisieren wir regelmäßig öffentliche Diskussionsveranstaltungen, zu denen alle interessierten Personen herzlich eingeladen sind.

Auch unsere wöchentlichen Treffen stehen allen Interessierten offen, die uns bitte hierzu über E-Mail kontaktieren oder persönlich ansprechen können.

Bei vielen Mitgliedern gibt es eine enge Verbindung zum Institut für Philosophie des KIT. Hervorgegangen ist die seit 2017 vom AStA des KIToffiziell anerkannte Hochschulgruppe aus dem Arbeitskreis Politische Philosophie (polphil), der bis 2016 am Institut für Philosophie des KIT angesiedelt war.

TREFFEN

Während des Wintersemesters 2018/2019 treffen wir uns regelmäßig Mittwochs um 13:30 Uhr in der Cafeteria des Mathematikinstituts am KIT. (Gebäude 20.30)

In der vorlesungsfreien Zeit treffen wir uns zwar auch, meist aber nur in unregelmäßigen Abständen.

VERANSTALTUNGEN

Aktuelles

Informationen zu kommenden Veranstaltungen findet man hier zu gegebener Zeit.

Vergangene Veranstaltungen

Am 01. Februar 2018 organisierte zoon politikon eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel: „Wahrheit, Lüge, Bullshit. Politische Tugenden in Zeiten »Alternativer Fakten«„.

„Alternative Fakten“ wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. zum Unwort des Jahres 2017 gewählt. In der Begründung der Jury heißt es, der Ausdruck stehe für den Versuch „[…] Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen.“ Dies sei mit der sich ausbreitenden Praxis verbunden, „den Austausch von Argumenten auf Faktenbasis durch nicht belegbare Behauptungen zu ersetzen […]“.

Doch inwiefern ist es nun wichtig, dass wir versuchen im Öffentlichen mit wahren Behauptungen zu argumentieren? Bedrohen uns tatsächlich Lügen und „Bullshit“? Oder fallen sie gar unter die Rede- und Meinungsfreiheit und müssen toleriert werden? Eine Lüge kann dabei verstanden werden als eine Aussage, die von einem Sprecher behauptet wird, der von der Falschheit der Aussage überzeugt ist. „Bullshit“ ist – frei nach dem berühmten Aufsatz des Philosophen Harry G. Frankfurt – eine Behauptung, bei der der Sprecher überhaupt nicht an deren Wahrheit oder Falschheit interessiert ist, sondern etwa unterhalten oder manipulieren will.

Zum Einstieg in die philosophische Diskussion dieser Fragen gab es drei Impulsvorträge: von Professor Michael Schefczyk (KIT, ITZ), Marie-Claire Baur und Michael Wieland Schmidt. Die Diskussion wurde moderiert von Maximilian Hagelstein.


Am 11. Mai 2017 organisierte zoon politikon eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel: „Gut wählen? Demokratische Tugenden in Zeiten des Ungewissen„.

Landläufig wird angenommen, dass jemand als guter Bürger die Pflicht hat, sich an wichtigen Wahlen zu beteiligen – das gilt natürlich umso mehr in Zeiten in denen viel auf dem Spiel steht, wie etwa beim „Brexit“; wenn sich die Gesellschaft polarisiert und es ungewiss ist, welcher Weg zur Bewältigung der zahlreichen sozialen Herausforderungen letztlich eingeschlagen wird.

Aber gibt es tatsächlich eine solche Pflicht zu wählen? In der philosophischen Literatur wird an prominenter Stelle auch die gegenteilige Meinung geäußert: Die meisten Bürger hätten die Pflicht nicht wählen zu gehen, weil sie sich nicht ausreichend informierten (Jason Brennan, The Ethics of Voting, Princeton 2011).

Welche Gründe sprechen für die eine, und welche Gründe sprechen für die andere Position? Welche anderen Bürgertugenden gibt es, zu denen ein Bezug hergestellt werden muss? Beileibe keine „graue Theorie“ wie Maximilian Hagelstein und Simeon Imhoff in einleitenden Impulsvorträgen darstellten und dann zur philosophischen Diskussion ins Plenum gaben. Die Diskussion wurde moderiert von Christian Albert Schneider.